Die Mindestlaufzeit des aktuellen Vertrags läuft in wenigen Wochen aus.
Wechsel
Stromanbieter wechseln: Ablauf, Fristen und wer was erledigt
Der Ablauf eines gewöhnlichen Wechsels: Frist, Zuständigkeit und was währenddessen aus der Steckdose kommt.
Zuletzt geprüft: 14.08.2026 · Inhalte und Verlinkungen
Die Ausgangslage
Ein Wechsel klingt nach Aufwand und nach Risiko, dabei ist unklar, wer was tut und ob dabei etwas ausfallen kann.
Typische Anlässe
Wann lohnt sich eine neue Prüfung?
Ein Bonus aus dem ersten Jahr fällt weg und der Preis springt.
Die Jahresabrechnung zeigt einen deutlich höheren Preis als erwartet.
Der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn nichts geschieht.
Einordnung
Für wen ein Wechsel jetzt ansteht
Betrifft Sie
- Wer einen laufenden Sondervertrag hat und die Frist im Blick behalten will
- Wer zum ersten Mal wechselt und den Ablauf kennen möchte
- Wer prüft, ob ein Wechsel überhaupt etwas bringt
Genauer hinsehen
- Ein laufender Vertrag mit langer Restlaufzeit lässt sich nicht ohne Grund vorzeitig beenden
- Die Kündigungsfrist steht im Vertrag, nicht im Vergleichsergebnis
- Ein Wechsel innerhalb der Grundversorgung folgt anderen Regeln als der aus einem Sondervertrag
Checkliste
Das sollten Sie vorher bereithalten
Diese Angaben schaffen eine belastbare Grundlage für den späteren Vergleich.
- Jahresverbrauch in Kilowattstunden aus der letzten Abrechnung
- Zählernummer und Marktlokationsnummer, beide stehen auf der Rechnung
- Kündigungsfrist und Ende der Mindestlaufzeit des laufenden Vertrags
- Gewünschter Lieferbeginn
- Aktueller Arbeits- und Grundpreis als Vergleichsmaßstab
Typische Fehler
Diese Punkte nicht übersehen
- Der Netzbetreiber bleibt derselbe — der Wechsel betrifft nur den Lieferanten
- Eine Versorgungslücke entsteht nicht: Bleibt ein Wechsel aus, greift die Ersatz- oder Grundversorgung
- Wer selbst kündigt und der neue Vertrag verzögert sich, landet unbeabsichtigt in der Grundversorgung
- Ein sehr niedriger Jahrespreis kann an eine lange Laufzeit und eine automatische Verlängerung geknüpft sein
Ablauf
So läuft der Vergleich ab
- 01
Verbrauch und Vertragsdaten sammeln
Jahresverbrauch, Zählernummer und die Kündigungsfrist des laufenden Vertrags stehen auf der letzten Jahresabrechnung.
- 02
Angebote mit dem eigenen Verbrauch rechnen
Erst mit der eigenen Kilowattstundenzahl werden Arbeits- und Grundpreis zu einer vergleichbaren Jahressumme.
- 03
Kündigung dem neuen Anbieter überlassen
Üblicherweise übernimmt der neue Lieferant die Kündigung und den Wechseltermin. Selbst zu kündigen, bevor der neue Vertrag steht, schafft nur eine Lücke.
- 04
Bestätigungen aufbewahren
Die Bestätigung des neuen Lieferanten und die Kündigungsbestätigung des alten sind der Beleg, dass der Termin steht.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen
Kann beim Anbieterwechsel der Strom ausfallen?
Nein. Der Netzbetreiber bleibt derselbe und ist zur Versorgung verpflichtet. Klappt der Wechsel nicht zum geplanten Termin, greift automatisch die Ersatz- oder Grundversorgung — teurer, aber lückenlos.
Muss ich selbst kündigen?
In der Regel nicht. Der neue Lieferant übernimmt Kündigung und Terminabstimmung, wenn man ihn dazu bevollmächtigt. Selbst zu kündigen ist nur sinnvoll, wenn man bewusst zunächst in die Grundversorgung wechseln will.
Wie lange dauert ein Wechsel?
Der Wechseltermin richtet sich nach der Kündigungsfrist des alten Vertrags. Der technische Vorgang selbst dauert nur wenige Wochen; die Frist bestimmt, wann er beginnen darf.
Was ändert sich am Zähler oder an der Leitung?
Nichts. Zähler, Leitung und Netzbetreiber bleiben unverändert. Es ändert sich ausschließlich, wer die Energie liefert und abrechnet.
Im Zusammenhang
Wozu diese Entscheidung gehört
Wo lassen sich Strom- und Heizkosten wirklich senken — beim Tarif, beim Verbrauch oder am Gebäude?