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Entscheidungskompass

Wir bekommen ein Baby

Mit dem Baby kommen Stellen, Fristen und Verträge auf einmal: Mutterschutz und Mutterschaftsgeld in der Schwangerschaft, Elternzeit beim Arbeitgeber, nach der Geburt Urkunde, Kindergeld und Elterngeld — daneben die Absicherung der neuen Lage, von der Haftpflicht auf Familientarif bis zum Zusatzschutz für das Kind. Die Geburt ist kein Versicherungsproblem, aber der Anlass, all das in eine Reihenfolge zu bringen: erst die Fristen, dann die Pflicht, dann die Kür — ohne Panikabschlüsse.

Die Leitfrage

Was ist vor und nach der Geburt zu regeln — Anträge, Geld und Absicherung?

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Die Entscheidungen

Ihre wichtigsten Entscheidungen

Jede Karte führt zur Entscheidungshilfe, die diese eine Frage beantwortet. Der Stand sagt, ob der Schritt ansteht — die Reihenfolge steht weiter unten.

Phase 1

In der Schwangerschaft

Was sich in Ruhe regeln lässt, solange noch niemand nachts weint: die Fristen, die vor der Geburt laufen, und die Policen auf Familienstand.

  • 01Erforderlich

    Mutterschutz und Mutterschaftsgeld regeln

    Wenn die werdende Mutter angestellt ist — auch in Teilzeit, Ausbildung oder im Minijob.

    Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem Termin; das Mutterschaftsgeld wird vorher bei der Kasse beantragt. Die Mitteilung an den Arbeitgeber ist ein Recht, keine Pflicht — aber erst mit ihr greifen Kündigungsschutz und Arbeitsschutz.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollElterngeld aufteilen und Elternzeit anmelden

  • 02Empfohlen

    Elterngeld aufteilen und Elternzeit anmelden

    Der Elterngeldantrag ist erst nach der Geburt möglich, die Aufteilung lässt sich vorher planen. Die Elternzeit muss sieben Wochen vor ihrem Beginn beim Arbeitgeber angemeldet sein — für den zweiten Elternteil oft schon vor der Geburt.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollGeburtsurkunde, Kindergeld, Elterngeld, Krankenkasse beantragen

  • 03Optional

    Kasse und Zusatzschutz rund um die Geburt klären

    Vorsorge, Hebamme und Geburt sind Kassenleistungen. Wahlleistungen im Krankenhaus deckt nur ein Zusatztarif, der vor der Schwangerschaft bestand — Wartezeiten und Gesundheitsfragen schließen die laufende Schwangerschaft meist aus.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollZusatzschutz für das Kind prüfen

  • 04Erforderlich

    Privathaftpflicht auf Familientarif stellen

    Kinder sind über den Familientarif der Eltern mitversichert — aber nur, wenn die Police einer ist. Wichtig ist auch die Klausel für deliktunfähige Kinder: Sie zahlt Schäden, für die ein kleines Kind rechtlich gar nicht haftet.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollHausrat an die Familienlage anpassen

  • 05Empfohlen

    Hausrat an die Familienlage anpassen

    Kinderzimmer, Kinderwagen, größere Wohnung: Der Wert des Hausrats wächst mit der Familie. Die Versicherungssumme sollte mitwachsen — sonst kürzt der Versicherer im Schadenfall wegen Unterversicherung.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollErstausstattung und Kinderwagen einordnen

  • 06Erforderlich

    Babyschale für die Heimfahrt kaufen

    Wenn das Baby im Auto nach Hause kommt oder später regelmäßig mitfährt.

    Die Kindersitzpflicht gilt für jede Fahrt, auch die erste aus der Klinik. Die Schale sollte vor dem Termin gekauft und im eigenen Auto probeweise eingebaut sein — gebraucht nur aus bekannter Hand ohne Unfall.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollErstausstattung und Kinderwagen einordnen

Phase 2

Die ersten Wochen mit dem Baby

Die Anträge, die an der Geburtsurkunde hängen — und das Kind in die Absicherung aufnehmen.

  • 01Erforderlich

    Geburtsurkunde, Kindergeld, Elterngeld, Krankenkasse beantragen

    Fast alles hängt an der Geburtsurkunde. Danach in einer Runde: Familienversicherung bei der Kasse, Kindergeld bei der Familienkasse, Elterngeld bei der Elterngeldstelle — das Elterngeld zuerst, weil seine Rückwirkung am kürzesten ist.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollZusatzschutz für das Kind prüfen

  • 02Optional

    Zusatzschutz für das Kind prüfen

    Kinder sind gesetzlich gut grundversorgt; Zusatztarife setzen bei Zahnfehlstellungen, Krankenhaus-Wahlleistungen oder Sehhilfen an. Früh abgeschlossen, sind Beiträge niedrig und Gesundheitsfragen unproblematisch.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollUnfallschutz für das Kind entscheiden

  • 03Optional

    Unfallschutz für das Kind entscheiden

    Der gesetzliche Unfallschutz gilt für Kinder nur in Kita, Schule und auf den Wegen dorthin — die meiste Zeit eines Kinderlebens findet woanders statt. Eine private Police schließt genau diese Lücke.

    Zur Entscheidungshilfe

  • 04Empfohlen

    Erstausstattung und Kinderwagen einordnen

    Die kurze Liste statt der langen: Schlafplatz, Wickeln, Kleidung, Unterwegs, Pflege — geliehen und gebraucht, wo es geht, neu bei Matratze und Kindersitz. Kein Shop wird verlinkt, bevor ein geprüfter Partnerweg besteht.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollFamilienbudget für die Elternzeit rechnen

Phase 3

Wenn der Alltag steht

Die Finanzstruktur der Familie: Konto, laufende Verträge, Spielraum im Budget.

  • 01Empfohlen

    Familienbudget für die Elternzeit rechnen

    Elterngeld, Kindergeld und das Einkommen des anderen Elternteils auf der einen Seite, neue Fixkosten auf der anderen: Die Lücke gehört vor der Geburt gerechnet, der Puffer vor die Erstausstattung. Sparen fürs Kind ist eine Eigentumsfrage, keine Anlagefrage.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollFamilienfinanzen über ein gemeinsames Konto ordnen Stromabschlag an den Verbrauch mit Baby anpassen

  • 02Optional

    Familienfinanzen über ein gemeinsames Konto ordnen

    Elterngeld, geteilte Fixkosten, neue Ausgabenposten: Ein gemeinsames Haushaltskonto macht das Familienbudget lesbar — gerade wenn ein Einkommen zeitweise kleiner wird.

    Zur Entscheidungshilfe

  • 03Empfohlen

    Absicherung des Einkommens der Familie

    Risikoleben deckt den Todesfall, die Berufsunfähigkeitsversicherung den häufigeren Fall: Das Einkommen fällt aus, das Leben läuft weiter. Mit Kind steigt der Bedarf für beides — die BU-Seite ordnet Rentenhöhe und Vertragsqualität, der Risikoleben-Vergleich ist von dort verlinkt.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollRisikolebensversicherung für die Familie prüfen

  • 04Empfohlen

    Risikolebensversicherung für die Familie prüfen

    Die Berufsunfähigkeit deckt den häufigeren Fall, die Risikolebensversicherung den schwereren: Sie zahlt eine feste Summe an die Hinterbliebenen. Mit Kind und Kredit steigt der Bedarf; die Summe richtet sich nach Jahren der Versorgung, nicht nach dem Beitrag.

    Zur Entscheidungshilfe

  • 05Optional

    Stromabschlag an den Verbrauch mit Baby anpassen

    Mit Baby laufen Waschmaschine, Trockner und Warmwasser öfter, und die Wohnung ist tagsüber bewohnt. Wer den Abschlag früh anpasst, vermeidet die Nachzahlung nach dem ersten Jahr — und prüft bei der Gelegenheit den Tarif.

    Zur Entscheidungshilfe

    Danach sinnvollHandytarif und Internet für die Elternzeit prüfen

  • 06Optional

    Handytarif und Internet für die Elternzeit prüfen

    In der Elternzeit verschiebt sich die Nutzung nach Hause: Der Anschluss zählt mehr als das Datenvolumen unterwegs, und eine Partnerkarte im Haushaltstarif ist oft günstiger als zwei Verträge. Die Familienkarte für das Kind kommt Jahre später.

    Zur Entscheidungshilfe

Phase 4

Unterwegs und verreisen

Wenn das Baby mitfährt und mitreist: Kindersitz, Papiere, Krankenschutz, die erste Reise.

  • 01Optional

    Die erste Reise mit Baby vorbereiten

    Seit 2024 gibt es keinen Kinderreisepass mehr; das Baby braucht einen eigenen Ausweis. Krankenschutz als Familientarif, Kindersitz für den Mietwagen mitnehmen oder mieten — und die erste Reise kurz und ohne Umstieg planen. Der Familienurlaub-Kompass führt zur Buchung.

    Zur Entscheidungshilfe

Danach

Was auf diesen Anlass folgen kann